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Corona-Krise: 10 Gründe, warum die Schweden reagieren wie sie reagieren und wie es ihnen in der Krise hilft

Der so genannte schwedische Sonderweg im Umgang mit der Krise ist beinahe täglich Inhalt in Medien.

Selbst dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump war Schweden eine Erwähnung Wert, wenngleich vermutlich vor allem darum, um von den eigenen Problemen abzulenken.

Aus kommunikativer Sicht muss man dem schwedischen Staatsepidemiologen Anders Tegnell ein Kränzchen winden.

Wenige andere in Europa haben es geschafft, so viel Neugierde rund um ihre Person zu wecken.

Tegnell steht für: Fokus – Kritik-Resistenz – Überzeugungsgeschick und Selbstvertrauen.

Das sind alles Charaktereigenschaften, die man den Schweden per se nachsagt. Und die ihnen nun helfen.

Der US-Bestseller-Autor Stephen R. Covey hätte an Tegnell seine wahre Freude gehabt.

Besinnung auf eigene Charakterstärken

Covey, bekannt in Management-Kreisen, vertrat unter anderem folgende These: Die Besinnung auf die eigenen Stärken bringt einem insbesondere auch in der Krise weiter als der Vergleich mit anderen. Letzteres reibt auf und raubt wertvolle Energie.

Interessant: Tegnell reibt sich bisweilen an den Medienkonferenzen ob Fragen nach dem schwedischen Sonderweg verwundert die Augen. Um dann meist hinzuzufügen: Der schwedische Weg unterscheide sich kaum von jenem in anderen Ländern. Man stelle sich nur darauf ein, dass sich das Virus nicht innerhalb weniger Monate besiegen lasse. Es gelte, den Schaden in der Wirtschaft so gut wie möglich zu begrenzen.

Hierfür erhalten die Schweden inzwischen genauso viel Lob wie sie noch vor wenigen Tagen Kritik einstecken mussten.

Was Tegnell selten ausführt, ist der Fakt, dass Schweden eine Reihe von natürlichen Vorteilen im Kampf gegen das Virus hat.

Wie viel diese Vorteile tatsächlich Wert sind, wird sich später zeigen.

Wie heisst es doch so schön: Im Nachhinein wissen immer alle, was man hätte tun und was lassen sollen.

Ich bin gespannt, wie das mit Schweden weiter geht.

Herzlichst,

Simone Hinnen

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